Lasersysteme werden seit über 40 Jahren in der industriellen Fertigung, der Wissenschaft, der Unterhaltungselektronik, der Kommunikationstechnologie und auch in der Medizin eingesetzt.
In der Zahnmedizin erstreckt sich der Einsatz von Lasergeräten auf die folgenden Behandlungsgebiete:
Chirurgische Eingriffe:
- Parodontalbehandlungen
- Zahnfleischoperationen
- Entfernung von Lippenbändchen
Die Laserbehandlung ist gegenüber der herkömmlichen Behandlung mit Schere oder Skalpell weniger belastend mit folgenden Vorteilen:
- Keine Blutungen während der Operation, da die Blutgefäße durch das Laserlicht „verschweißt“ werden.
- Geringe Schwellungen, da das umliegende Gewebe nur wenig geschädigt wird.
- Weniger Schmerzen
- Geringe Narbenbildung
- Sterilisation der behandelten Wundflächen
Wurzelkanalbehandlungen:
Durch die bakterienabtötenden Eigenschaften des Lasers können Wurzelkanäle während einer Wurzelbehandlung keimfrei gemacht werden. Dadurch ist die Sicherheit für eine erfolgreiche Behandlung wesentlich größer als bei der klassischen Endodontie.
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Behandlung von Mundschleimhautentzündungen:
Schmerzhafte Aphthen und andere Entzündungen der Schleimhäute können bei geeignetem Einsatz des Lasers wirksam beseitigt werden oder der Krankheitsverlauf wird wesentlich abgemildert. Auch können die krankheitsfreien Intervalle bei Aphthen durch eine regelmäßige Behandlung deutlich verlängert werden.
Empfindliche Zahnhälse:
Für das Auftreten von empfindlichen Zahnhälsen und -oberflächen sind freiliegende Dentinkanälchen verantwortlich, die bis tief in das Innere des Zahnes ziehen. Durch die hohe Energiedichte des Laserlichtes werden diese wirksam verschlossen, ohne dass das umliegende Gewebe geschädigt wird. Damit kann man das unangenehme Ziehen bei heißen oder kalten Speisen und Getränken sofort beseitigen.
Behandlung von Karies:
Es gibt inzwischen Lasersysteme, die eine Abtragung von Zahnhartsubstanz ermöglichen. Hierbei ist die Schmerzentwicklung geringer als bei der herkömmlichen Präparation mit Hartmetall- oder Diamantbohrern, so dass im Einzelfall auf eine Betäubung verzichtet werden kann.
Andererseits ist die Behandlung mit einem „Laserbohrer“ jedoch viel zeitaufwändiger als die herkömmliche Methode der Zahnbearbeitung. Daher ist diese Behandlungsform gerade für ängstliche oder wenig belastbare Patienten zur Zeit noch nicht so geeignet, wie es gewünscht wird. |